Die Verlassenen

Die Verlassenen  — ein Roman von Tom Perrotta (erschienen als The Leftovers im Jahre 2011)

An einem 14. Oktober verschwinden überall auf der Welt Menschen, insgesamt einige Millionen. Auf der Erde bleiben Milliarden in Trauer und Verzweiflung zurück — es gibt keine Erklärung für das Verschwinden.

Nicht jede Familie ist betroffen, in manchen Familien verschwindet der Vater oder die Tochter, oder der Onkel oder gar mehrere Kinder und der Ehemann. Familien zerbrechen in der Folge daran und sogar diejenigen, die das Glück hatten, verschont zu bleiben, sind nicht vor Verlust sicher.

Lebenslügen werden gelebt, Geheimnisse bis zu jenem 14. Oktober bleiben ungelüftet, doch in der Folge lassen sich viele Fassaden nicht mehr aufrechthalten.

Die einen schliessen sich einer Gruppierung namens „Der Schuldige Rest“ an, andere vertrauen selbsternannten Gurus bzw. Heiligen und suchen neue Erlöser, die Jugend sucht ihr Heil in Drogen und seltsam anmutenden Ritualen.

Das Buch schildert den möglichen Umgang der Menschen in der US – amerikanischen Kleinstadt Mapleton, mit der nicht näher bezeichneten und geschilderten Katastrophe, drei Jahre nach dem Verschwinden.

Wer, wer ich, eine Erklärung sucht, was denn nun wirklich geschah, bzw. warum das Ereignis eintrat, der wird enttäuscht werden.

Hier und da sind vielleicht einige Längen vorhanden und die eine oder andere Wendung kommt etwas holperig daher, aber insgesamt ist das Buch lesenswert.

Die eigentliche Aussage des Buches? Interpretationssache, wie eigentlich immer…

 

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